Stiller alarmieren– schneller reagieren

Wie das Klinikum Ibbenbüren mit der Ascom Healthcare Platform die Patientensicherheit stärkt und die Intensivstation ruhiger macht

Das Klinikum Ibbenbüren ist ein hochmodern ausgestattetes Akutkrankenhaus mit 438 Betten im nördlichen Münsterland und akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Münster. Im Zuge der Erneuerung seines Zentrums für Intensivmedizin hat das Haus die Chance genutzt, mit gezielter Digitalisierung nicht nur die Patientensicherheit zu stärken, sondern auch die Arbeitsbedingungen des Pflegepersonals spürbar zu verbessern.

Alarmmüdigkeit als strukturelle Herausforderung

Auf Intensivstationen ist der Alarmton allgegenwärtig. Beatmungsgeräte, Patientenmonitore, Spritzenpumpen und Dialysemaschinen warnen akustisch vor potentiellen Risiken. Die steigende Zahl älterer und multimorbider Patienten verstärkt diesen Effekt: mehr Betten, mehr Geräte, mehr Alarme. Das Pflegepersonal steht vor einem doppelten Dilemma: Zu viele Alarme führen zur Alarmmüdigkeit und stören den Genesungsprozess. Zu wenige bergen das Risiko, einen kritischen Hinweis zu überhören.

Thorsten Goik, Bereichsleitung Pflege: „Wir wollen geregelte Tag- und Nachtrhythmen einhalten und insbesondere in den Nachtstunden Lärm vermeiden. Wer schon einmal auf einer Intensivstation war, der weiß, wie schwer das ist.“

Gezielt alarmieren statt Dauerbeschallung

Alle relevanten Medizingeräte werden digital an den Ascom Healthcare Platform Server angebunden, der Alarme nach klinisch festgelegten Regeln verarbeitet. Das Ascom Dashboard zeigt Informationen und Alarme aller angebundenen Geräte je Bettplatz auf Bildschirmen in Stationszentrale und Flur an. Klinisch relevante Alarme gehen gezielt ans Ascom Myco Smartphone der jeweils zuständigen Pflegefachkraft nicht mehr undifferenziert an alle auf der Station.

Das Ascom Myco ist ein klinisches Android-Smartphone mit Barcode-Scanner, Notruf-Knopf sowie hoher Stoß- und Desinfektionsfestigkeit. Über sein App-Ecosystem unterstützt es Pflegedokumentation, KIS-Aufträge und Leitlinienzugriff direkt am Gerät ein mobiles Multitool für das gesamte Pflegeteam.

Frühzeitige Handlungen sind nicht nur besser für den Patienten — sie reduzieren auch die Arbeitsbelastung für Ärzte und Pflege.
Dr. med. Sören Anthonsen
Leitender Oberarzt Intensivmedizin, Klinikum Ibbenbüren

Mehr Daten, weniger Dokumentationsaufwand 

Ein weiterer Mehrwert entsteht durch die vollständige Anbindung der Medizingeräte an das PDMS: Vitalwerte werden automatisch übertragen und stehen jederzeit aktuell zur Verfügung – ohne manuelle Dokumentation alle zwei Stunden. Das schließt Datenlücken und vereinfacht abrechnungsrelevante Prozesse. 

Langfristig soll auch die Zahl akustischer Alarme am Patientenmonitor selbst sinken dort, wo sie durch die mobile Weiterleitung nicht mehr benötigt werden. Das Ergebnis: eine ruhigere Station, bessere Schlafbedingungen für Patienten und klar geregelte Alarmverantwortung im Pflegeteam.

Unser Ziel ist es, früher in beginnende kritische Situationen einzugreifen — mit weniger Aufwand und weniger Belastung für den Patienten.
Thorsten Goik
Bereichsleitung Pflege, Klinikum Ibbenbüren

ÜBER DAS KLINIKUM IBBENBÜREN

Das Klinikum Ibbenbüren ist ein hochmodern ausgestattetes Akutkrankenhaus mit 438 Betten im nördlichen Münsterland. In 14 Kliniken und Instituten finden Patient:innen zwischen Rheine und Osnabrück eine erstklassige interdisziplinäre Versorgung. Das Klinikum ist akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Münster und Teil der Mathias-Stiftung – einem Gesundheitsverbund mit Akutkrankenhäusern, Rehakliniken und Medizinischen Versorgungszentren im nördlichen Münsterland.

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